Bericht vom ersten VdigG vor Ort

VdigG vor Ort: Touchscreen-Tisch an der CharitAi??

Simulierter Stresstest mit Simone

Ein A?berdimensionales Tablet, ein innovativer PAi??diater ai??i?? und ein Dutzend staunende Teilnehmer. Beim Besuch des Otto-Heubner-Zentrums an der Berliner CharitAi?? hatten die Mitglieder des Verbandes digitale Gesundheit Gelegenheit, eine in Deutschland einzigartige Form des e-Learnings kennenzulernen.

Selber machen, statt einfach nur darA?ber lesen: Mit einem ganz neuen Veranstaltungskonzept hatte der Verband digitale Gesundheit kA?rzlich zum Vor-Ort-Termin eingeladen. Kai Sostmann, PAi??diater und Leiter des Kompetenzbereichs e-Learning an der CharitAi??, demonstrierte das Herz des Ausbildungszentrums: Einen Touchscreen-Tisch, an dem PflegekrAi??fte und junge Mediziner den Ernstfall simulieren kAi??nnen. Entwickelt wurde der Tisch in einem von 2010 bis 2012 von der Investitionsbank Berlin gefAi??rderten Projekt – gemeinsam mit dem Berliner Unternehmen Archimedes. ai??zEr ist sozusagen der Bentley unter den Multitouch-Tischenai???, sagte Kai Sostmann. AuAYer der CharitAi?? verfA?ge keine andere medizinische FakultAi??t in Deutschland A?ber solch eine Innovation. Dabei sei technologieunterstA?tzes Lernen hoch im Kurs: ai??zDie Studenten kommen aktiv auf uns zu und fragen, wann sie Unterricht an dem GerAi??t bekommen kAi??nnen.ai??? Fast tAi??glich sei der Patienten-Simulator im Einsatz.

Kein statischer Unterricht, keine frontale Beschallung: Studenten und PflegekrAi??fte versammeln sich um den Tisch und legen am A?berdimensionalen Tablet Hand an: Ai??Simuliert werden erst zwei ai??zleichteai??? FAi??lle: Ein gesundes Kind und eines mit Masern. Bei dritten Mal wird es dann ernst: ai??zMeningokokken-Sepsisai???, erklAi??rt Kai Sostmann. Was das bedeutet, und wie die 18 Monate alte Simone behandelt werden kann, erfahren die Studenten dann spielerisch: 15 Minuten lang haben sie ai??zZeitai???, um die richtige Diagnose zu stellen und die Therapie abzuleiten: Auf dem Tisch erscheinen Instrumente, Arzneimittel und kleine Filme, die einen Einblick in Mund, Ohr und Rachen ermAi??glichen. Mit einem ai??zHandstreichai??? kAi??nnen HerztAi??ne abgehAi??rt, Hautflecken inspiziert und Injektionen verabreicht werden. ai??zOb dem Kind Beine oder Arme amputiert werden mA?ssen ai??i?? oder es A?berhaupt A?berlebt: Bei dieser Krankheit kommt es auf jeden Handgriff anai???, sagt Kai Sostmann. ai??zIm Ernstfall geht es um Minuten.ai??? Da mA?ssen Ansprache, Absprache und Teamarbeit stimmen.

ai??zMit dem Touchscreen schulen wir das Arbeiten im Team, das leitliniengerechte Vorgehen im Notfall und es ist zugleich ein Test unter Stressai???, erklAi??rt PAi??diater Sostmann. Der Touchscreen sei aber auch eine Entlastung fA?r die Patienten, die sich sonst fA?r den ai??zUnterricht am Krankenbettai??? zur VerfA?gung stellen mA?ssen. ai??zGerade in so einem seltenen Fall kann ich ja nicht 300 Studenten durchs Krankenzimmer schleusen.ai??? Alternative sei nur der Griff zum ai??zDermatologie-Atlasai??? Insofern sei der Patienten-Simulator ein Quantensprung in der Ausbildung.

ai??zIn meinen Augen wird digitale Gesundheit viel zu oft als fancy Apps verstandenai???, sagte VdigG-Vorstand Dr. Felix Cornelius. Der Besuch in der CharitAi?? zeige aber, dass die Bandbreite der digitalen Anwendungen im Bereich des Gesundheitswesens groAY sei. Mit dem innovativen Veranstaltungskonzept ai??zVdigG vor Ortai??? lade der Verband deshalb alle Interessierte ein, ihre Angebote im Bereich der digitalen Gesundheit zu prAi??sentieren. ai??zSo haben wir die MAi??glichkeit, digitale Gesundheit erlebbar zu machen.ai???

Bericht vom 17. November 2014, Cornelia Wanke